Prostatakrebs

Symptome

Im Frühstadium kommt es in der Regel zu keinen erheblichen Schwierigkeiten. Mit dem Fortschreiten der Krankheit treten die folgenden Probleme auf:

  • problematischer Beginn des Wasserlassens, die Unfähigkeit sich völlig zu entleeren
  • häufiges Wasserlassen, meistens nachts
  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • Chronische Schmerzen im unteren Rücken, Becken und Oberschenkel
  • Manchmal Blut im Urin
RISIKOGRUPPEN

Prostatakrebs gilt als die vierthäufigste bösartige Erkrankung bei Männern. Meistens entwickelt es sich nach dem 50. Lebensjahr, wo es 15 Prozent aller Krebserkrankungen ausmacht.

Die Ursachen für diese Krankheit sind nicht bekannt, es wird jedoch angenommen, dass die Genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Infektionen, Ernährung und die Umwelt einen Einfluss daran nimmt.

VERLAUF

Wir unterscheiden zwei Arten von bösartigen Prostataerkrankungen. Der erste Tumor wächst langsam und in der Regel verbreitet es sich nicht außerhalb der Drüsen. Manchmal verändert es sich und fängt an aggressiv zu wachsen.

Der zweite Typ ist viel gefährlicher, meistens wächst es schon über die Prostata hinaus wenn es von einem Arzt diagnostiziert wird. Im Frühstadium müssen nicht immer Beschwerden auftreten, manchmal verursacht es aber Probleme wie Prostatavergrößerung, welches zur erhöhten Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, zur Unfähigkeit die Blasse völlig zu entleeren, und zu einem schwachen, langsamen Urinstrahl führen kann. Bei Untersuchung der vergrößerten Prostata findet man feste Knoten und eine erhöhte Menge an prostataspezifischen Antigenen (PSA) im Blut.

Falls der Tumor sich überaus der Prostata verbreitet treten chronische Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, und ansonsten unerklärliche Anämie auf. Der Prostatakrebs breitet sich über die umliegenden Lymphknoten auf die benachbarten Organe, vor allem auf die Harnblase, die Hoden, den Samenblasen, das Becken, die Wirbelsäule, die Oberschenkelknochen und die Rippen aus.

WAS MACHEN

Eine frühzeitige Diagnose ist die halbe Miete, nach dem 40. Lebensjahr sollten Männer regelmäßig zur Untersuchung gehen, wo der Arzt die Form und Oberfläche der Prostata durch den Darm abtastet. Nach 50. Lebensjahr, manchmal sogar noch früher (wenn Prostatakrebs in der Familie vorgekommen ist), sollte zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen auch ein PSA-Test hinzugeführt werden.

Prostatakrebsbehandlung hängt vom Alter, der Art und dem Ausmaß der Erkrankung ab. Einigen Männern mit langsam ansteigender nicht aggressivem Tumortypen, wird anstelle von invasiven Verfahren eine sorgfältige regelmäßige Überwachung empfohlen. Patienten und ihrer Umgebung vertrauen oft nicht auf solche wachsame Beobachtungen.

Analgetika sind teil der Behandlung. Morphin und andere starke Opioiden werden verwendet, um Schmerzen nach der Operation zu lindern oder wenn der Krebs sich auf die Wirbelsäule und auf andere Knochen ausgebreitet hat. Die Schmerztherapie sollte mit dem behandelnden Arzt oder einem Spezialisten abgesprochen werden.

BEHANDLUNG

Untersuchung

Bei Verdacht auf Prostatakrebs durch die rektale Untersuchung oder durch erhöhte PSA-Werte, sollten diese Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Transrektale Ultraschalluntersuchung –in den Enddarm wird eine Ultraschallsonde eingeführt
  • Bildgebende Techniken –z.B. Computertomographie und Magnetresonanztomographie die auch kleine Tumore entdecken können
  • Biopsy –die Entnahme von Gewebeproben aus den verdächtigen Stellen mit der Hilfe einer Hohlnadel. Nachdem der Verdacht sich bestätigt hat wird mit Hilfe der Computertomographie ermittelt, ob es sich auf benachbarte Organe ausgebreitet hat, dann wird mit einer Szintigraphie untersucht ob die Krankheit sich auch auf die Knochen ausgebreitet hat.

Operation

Sollte die Existenz eines Bösartigen Tumors bestätigt werden, das nicht über die Prostata hinauswächst, wird bei Männern die jünger als 65 sind, eine Prostatektomie, die vollständige Entfernung der Prostata, durchgeführt. Mit diesem Vorgang kann 90% aller Fälle geheilt werden. Die Operation geschieht unter Vollnarkose, dauert 4-5 Stunden, und setzt einen 5-7 Tägigen Krankenhausaufenthalt voraus. Bei schwereren Blutungen wird eine Bluttransfusion verabreicht. Bei einer Autotransfusion wird den Patienten Wochen vor der Operation Blut entnommen, und ihn wieder während oder nach der Operation verabreicht.

Ein paar Tage nach der Operation werden Morphin und andere Opioide verabreicht. Nach der Operation steigt man auf schwächere Präparate um, wie z.B. Codein und Paracetamol. Manchmal werden die Patienten mit einem Blasenkatheter entlassen, in der Regel stellt sich die Funktion der Blasse innerhalb einer Woche wieder ein.

Bestrahlung

Bestrahlung folgt häufig auf die Operation oder wird als separate Behandlung angewendet, abhängig von dem Tumorstatus und vom Patienten. Es wird vor allem bei Männern angewendet bei denen keine Prostatektomie möglich ist. Die Bestrahlung kann den Tumor vom normalen Gewebe nicht unterscheiden, deswegen kann es die umliegenden Organe und Nerven beschädigen, und Inkontinenz und Impotenz verursachen.

Medikamente und Hormone

Medikamente und Hormone werden bei älteren und schwächeren Patienten angewendet, die sich keiner Operation und Bestrahlung unterziehen können. Ein großer Prozentsatz der Betroffenen reagiert positiv auf das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Bei manchen Fällen werden Sexualhormone, z. B. Östrogen, verwendet. Allerdings wirft ihre Verwendung eine Reihe von Nebenwirkungen, wie reduzierte Potenz, das Wachstum der Brust und Wasseransammlungen, auf. Anderseits wird dadurch das Tumorwachstum verlangsamt und die Lebenserwartung verlängert.

Die chirurgische Entfernung der Hoden stellt die Testosteronproduktion ein. Chemotherapeutische Mittel blockieren die Vermehrung von Tumorzellen. Die Behandlung hängt von der Art der Krebserkrankung und Stadienverteilung im Körper ab.

PRÄVENTION

Die Entwicklung von Krebs wird mir fetthaltiger Ernährung und Alkoholkonsum in Verbindung gebracht, aber dies wurde noch nicht bestätigt.

Angemessener Konsum von Alkohol, tierischen Fetten und die Aufrechthaltung von einem optimalen Gewicht dient der allgemeinen Gesundheit, und somit auch zur Vorbeugung von Prostatakrebs.

Quelle primar.sme.sk